111 Geschichten: „Wer hätte das gedacht?“ von Betty Mößel

Wer hätte das gedacht?

Auf seltsamen Umwegen ist Betty zum CVJM und zum Glauben gekommen. In den 60er Jahren war sie oft krank, befand sich gerade auf Arbeitssuche – die Zeiten waren schwierig. Ihre Cousine, eine Bäckerin, die schon lange im CVJM in Fürth dabei war, wollte ihr helfen. Sie vermittelte ihr eine Stelle in einer Bäckerei in Nürnberg. „Da wollte ich eigentlich nie hin“ meinte Betty, aber sie nahm die Stelle doch an. Und war letztlich froh darüber. Denn über die Bäckerstelle kam sie in den Mädchenkreis des dortigen CVJM und später in den Frauenkreis der Bäckerfrauen.

Heute hat sie viele schöne Erinnerungen an diese Zeit. Urlaube waren damals etwas Kostbares für sie und deshalb freute sie sich besonders auf die Mädchen- und Familienfreizeiten, die besser waren, als jeder Urlaub allein es hätte sein können. Denn auf den Freizeiten hatte sie immer noch zusätzlich die gute Gemeinschaft mit den anderen. Auch zu den Missionsfesten und beim Eichenkreuz-Sport ging sie begeistert mit, sie packte an, wo eine helfende Hand gebraucht wurde und verabredete sich mit ihren neuen Freunden für schöne Gespräche in den Gärten vor der Stadt. Doch zum Glauben fand sie erst, als sie, eigentlich widerwillig, zu einer Hausmusik eingeladen wurde. Das war eigentlich nicht ihre Welt. Dennoch ging sie hin. Und traf dort den Menschen, der durch sein Vorbild und sein Leben ihren Glauben wecken und in den folgenden Jahren fördern sollte. So hat sie sich das in ihrem Leben eigentlich nie vorgestellt, dennoch ist sie froh, bei den Menschen im CVJM eine Heimat auch im Glauben gefunden zu haben.

Betty Mößel (79)

111 Geschichten ist ein
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