Hasta luego, mi querida Colombia! Bis bald, mein geliebtes Kolumbien!

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„Denn dafür arbeiten und kämpfen wir, weil wir unsere Hoffnung auf den lebendigen Gott gesetzt haben, welcher in ist der Heiland aller Menschen.“ 1 Tim 4, 10.

Hallo liebe Freunde! Dieser Blogeintrag wird aus Kolumbien vorerst mein letzter sein, denn schon in wenigen Tagen geht es zurück nach Deutschland. Die letzten 6einhalb Monate vergingen wie im Flug. Das Praktikum im CVJM Bogotá ist nun zu Ende und ab Mitte März geht´s fröhlich weiter mit dem Soziale-Arbeit-Studium in Nürnberg. Einige kolumbianische Eigenheiten und Lernerfahrungen – LESENSWERT!!!

  • Bogotá: Der Arm-Reich-Kontrast

Dieser ist in der Hauptstadt besonders stark spürbar. Im Norden die Reichen, im Süden der Stadt die Armen. Das nördliche Bogotá scheint eine andere Stadt zu sein – und ja, es gibt so einige Menschen, die dort nicht wissen, das ein südliches Bogotá mit all seinen krassen, sozialen Problematiken überhaupt existiert…!!!Diskotheken, breite saubere Straßen, Radwege wie in Deutschland, keine Bettler, dicke Autos und jedes Mehrfamilienhaus und Gebäude hat seinen eigene Portier.Der Arm-Reich-Kontrast lässt sich auch im CVJM spüren.

  • Interkulturelles Bogotá:

Als Ausländer ist man hier immer „especial, bonita y superinteligente“ (besonders, hübsch und superinteligent). Von allen Seiten wird man als VIP behandelt (zumindest im CVJM), mit soviel Gastfreundschaft und Herzlichkeit.Ich glaube, dass Gott uns, seine Kinder, als solche VIPS sieht und liebt. Ich möchte Menschen in den Augen der Liebe Gottes Liebe sehen und so behandeln.

  • Kulturelles Leben in Bogotá:

img_9021_neu.JPGviele Museen, jährlich die verschiedensten Festivals in den Straßen Bogotás, wie z.B. Theater-, Kino-, Kulturen- und Buchfestivals. Eine ganz besondere Sache sind die „Cuenteros“, die Geschichtenerzähler, die an beliebten Plätzen stehen und immer eine Traube von Menschen um sich sammeln und die tollsten, spannensten und romantischsten Geschichten erzählen. Eine Lesekultur, wie wir sie von Deutschland kennen, ist in der breiten Bevölkerung jedoch sehr wenig ausgeprägt. Zum Teil liegt das an dem schlechten, öffentlichen Schulsystem, teils aber auch an der emotionalen, erlebnis- und beziehungsorientierten Kultur.

  • Schönheitsideal: Krasser als in DL?!

Die Kolumbianer legen extrem viel Wert auf ihr Äußeres. In Bogotá gibt es an jeder 2. Ecke einen Schönheitssalon, wo man einmal die Woche hingeht, um sich die Haare zu legen, Maniküre und Pediküre zu machen und 1000 andere Dinge. Sogar die Männer machen Maniküre und sogar in den Armenvierteln der Stadt… Einmal in Ciudad Bolívar, dem Armenviertel wo ich arbeite, haben mich sogar ein paar Frauen, Teilnehmer vom Projekt, angesprochen und gesagt: „Hey, wie sehen denn deine Fingernägel aus. Also die musst du dir doch schön machen!!!“. Vielleicht gibt es nichts zu essen im Kühlschrank, aber für die Schönheitssalons ist immer noch Geld übrig…

  • Mitarbeiterbesprechungen im CVJM Bogotá:

Alle reden gleichzeitig, schreien durcheinander, lachen und feiern. Sie sind einfach superbeziehungsorientiert, diese Kolumbianer!

  • Was isst man eigentlich in Kolumbien? Fleeeeiiiisch…und Früchte

img_8786_neu.JPGIn Bogotá gibt es superDie Kolumbianer lieben echt Fleisch. Am besten schon zum Frühstück ein Caldo, eine Suppenbrühe mit Fleisch drin; mittags Fleisch, Reis, Bohnen und frittierte Bananen und abends…das gleiche nochmal aber mit Hühnchen! Jeden Tag…. Ich selbst hab immer die 1000 Früchtearten gegessen, die das Land zu bieten hat. Lecker! Persönliches Fazit Kolumbien ist ein Land der Kontraste. So schlimm auf der einen Seite der jahrzehntelange Krieg ist, der das Land auszehrt und zerstört, so zahlreich seine sozialen Problematiken sind, die es zu bearbeiten gilt, so wunderschön, pulsierend und voller spannender Dinge ist doch die kolumbianische Kultur, seine Mentalität und jeder Teil des Landes Es lohnt sich den CVJM Bogotá, seine Arbeit und dieses Land kennen zu lernen!!! img_1054_neu.JPG

BIS BALD IN DEUTSCHLAND!!! Anne Sophie Ruder

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