Kultur und Spiritualität – Adventsreise der CVJM-Senioren

Die Adventsreise der CVJM-Senioren nach Köln und ins Bergische Land vom 04. bis 09. Dezember

„Wieso fährst Du in der Vorweihnachtszeit nach Köln?“ und „wo ist denn das Bergische Land?“ wurden einige Reiseteilnehmer von Angehörigen oder Freunden vor der Reise gefragt. Nach Rückkehr von unserer sechstägigen Unternehmung können wir nur antworten: „Fahr selbst mal hin, es lohnt sich“. Die Idee unserer Reise war ganz einfach: Wir möchten Kultur erleben und durchscheinend werden lassen für die Bedeutung des Adventes Jesu Christi.

Erster Höhepunkt war die Meditation von Msgr. Klaus Maier in St. Stephan, Mainz, über die Glasfenster, die Marc Chagall in den Jahren 1971 bis 1985 geschaffen hat. Die gesamte biblische Heilsgeschichte von der Schöpfung bis zum Himmlischen Jerusalem ist hier in leuchtenden Bildern dargestellt. Sie betonten für uns vor allem die Verheißungen, die uns Christen für den wiederkommenden Herrn gegeben sind.

An den beiden nächsten Tagen lernten wir Kölns Geschichte von der Römerzeit bis in die Gegenwart bei Stadtrundgängen und Museumsbesuchen kennen. Wir wurden hinein genommen in das „Schatzhaus für den Schrein der Heiligen Drei Könige“, den Kölner Dom, in dem wir auch mit einer Besinnung des Vorbildes der Weisen aus dem Morgenland gedachten. Von den 12 Romanischen Kirchen Kölns beeindruckte uns St. Maria im Kapitol, das der Geburtskirche in Betlehem nachgebaut worden ist und St. Gereon, im Mittelalter drittgrößte Kirche der Christenheit. Schließlich erkundeten wir die Kölner Malerei des Mittelalters, u. a. mit Tafelgemälden von Stefan Lochner, die schon Albrecht Dürer bei seinen Aufenthalten in Köln gerühmt hatte. Natürlich besuchten wir einige der sieben Weihnachtsmärkte Kölns und kosteten die leckeren „Rievekuche“. Überwältigende Eindrücke erhielten wir im „Bergischen Dom“ von Altenberg die Baukunst der hohen Gotik und die großen Glasfenstern der Zisterzienser, aber auch die Predigt zum 2. Adventssonntag, den wir mit einem Orgelkonzert in „St. Aposteln“ in Köln festlich ausklingen ließen.

Von der Sonnenseite zeigte sich das Bergische Land während der Fahrt im „Kaiserwagen“ der Wuppertaler Schwebebahn und auf Schloss Burg bei einer “Bergischen Kaffeetafel“. Bewegend für uns, dass wir von Direktor Burkhard Weber in der Evangelistenschule Johanneum in Wuppertal begrüßt wurden, wo nicht nur der allererste Sekretär unseres CVJM (Hermann Berger, 1900) ausgebildet worden war, sondern von unseren derzeitigen Sekretären auch der Leitende Sekretär Michael Götz, die Kindersekretärin Daniela Klein und die Sekretärin für offene Arbeit, Nina Mohr.

Die Lieberhauser „Bonte Kerke“ mit ihren Wandmalereien zur Heilsgeschichte – wer aus Bayern kennt schon dieses Kleinod des Rheinlandes? – bildete den inhaltlichen Abschluss. Unter dem Weltgerichtsbild versuchten wir eine Antwort auf die Frage: „Wo werde ich sein am Tage des Gerichtes, wenn Jesus wieder kommt?“ Uns allen wurde klar: Advent ist nicht nur die Zeit vor Weihnachten. Es ist eine „heilige“ Zeit, in der Gott mit uns reden möchte – auf seine Weise – und warum nicht durch Bildbetrachtungen, Begegnungen und gute Gemeinschaft?

Unsere nächste Reise, im Mai 2009 als Kulturfahrt, wird uns nach Dresden führen.

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