111 Jahre CVJM Nürnberg

111 Jahre Jung
Im Jahr 2009 feiern wir mit „111 Jahren jung“ ein ungewöhnliches Jubiläum. Denn 111 Jahre ist an einem Menschenalter gemessen wahrlich nicht jung, sondern uralt. Nur sehr wenige Menschen auf dieser Welt haben solch ein Alter erreicht. Warum dann „111 Jahre jung“?

Ich möchte gleich zu Beginn dieses Jubiläums eurer Sorge begegnen, dass wir als CVJM nun auch dem gesellschaftlich akzeptierten „Für-immer-jung-Wahn“ verfallen sind. Das Jubiläumsjahr hat nichts mit „Anti-Aging“ („Gegen das Altern“) zu tun, wie es viele Kosmetik-Angebote versprechen und letztendlich natürlich nicht halten können. Als Jugendverband schätzen wir das Alter und wissen, dass sich die verschiedenen Generationen – von jung bis alt – aneinander brauchen. Deswegen ist das Miteinander im CVJM von Kindern bis Senioren nicht nur zufällig, sondern gewollt.

Die „111 Jahre“ stehen für die Geschichte des Vereins. Und Geschichte hat gerade in einer Welt, die stark auf das Heute und das Morgen fixiert ist, eine tiefe Bedeutung. Denn wenn du nicht weißt, wie du geworden bist, dann weißt du auch wenig darüber, wer du jetzt bist. Dies gilt für jeden persönlich, wie für die Geschichte einer ganzen Bewegung. Aus diesem Grund werden wir in diesem Jahr an der ein oder anderen Stelle zurück blicken. Nicht um alte Zeiten nostalgisch zu beschwören, sondern um dankbar und lernend zu begreifen, warum es gut ist, dass es den CVJM in Nürnberg gibt. Oder wie es der Psalmbeter im 111. Psalm ausdrückt: „Groß sind die Werke des HERRN; wer sie erforscht, der hat Freude daran.“

Was bei einem einzelnen Menschen nicht geht, dass man mit 111 Jahren noch jung ist, ist in einer Vereinigung von Menschen über Generationen hinweg gut möglich – aber nicht selbstverständlich! Denn das „jung“ steht für die Dynamik und Beweglichkeit, den Auftrag des CVJM in der Gegenwart so umzusetzen, dass es die Menschen von Heute und Morgen erreicht. Und so werden wir entsprechend des Auftrages des CVJM nicht müde Menschen einzuladen, ihre persönliche Geschichte mit der großen Geschichte Gottes zu verbinden – sei es bei ProChrist, in den Alpha-Kursen, in unseren Gruppen oder auf den Freizeiten. Und wir werden auch nicht müde, die frohe Botschaft von Jesus Christus in Taten umzusetzen – z.B. bei der Förderung und Stärkung von Kindern, Jugendlichen und Familien oder bei der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund.

In diesem Sinne wünsche ich uns viel Freude an diesem 111. Jubiläumsjahr

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